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MADMONK

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“NIGHT OF THE START-UPS” AM 21. NOVEMBER: DER VERRÜCKTE MÖNCH BLEIBT WACH

12.11.2018 Ge­ra­de ein gu­tes Jahr ist es her, dass die bei­den Leu­pha­na-Stu­den­ten Fe­lix Körner und Pa­trick Zim­mer­mann ihre Kaf­fee-Li­mo­na­de „Ma­d­monk“ ent­wi­ckelt ha­ben. Dank fi­nanz­star­kem In­ves­tor und vie­ler durch­ge­ar­bei­te­ter Nächte steht das Getränk bald im Su­per­markt.

Ursprüng­lich hat­ten die bei­den Gründer auf Pla­ton ge­setzt. Be­son­nen blick­te der Phi­lo­soph vom Eti­kett der Getränke­do­se. „Wir ha­ben aber ge­merkt, dass die­ses ru­hi­ge Image nicht zu un­se­rem Pro­dukt passt“, erklärt Zim­mer­mann. Ihre Kaf­fee-Li­mo­na­de soll eine Al­ter­na­ti­ve zu En­er­gy­drinks sein. Ba­sis ist Cold-Brew-Cof­fee. Bei die­sem tra­di­tio­nel­len Ver­fah­ren zieht grob ge­mah­le­nes Kaf­fee­pul­ver 14 Stun­den lang in kal­tem Was­ser. „Das Er­geb­nis ist ein säure­ar­mer und bekömm­li­cher Kaf­fee“, sagt Zim­mer­mann. Näch­te­lang ha­ben die Gründer in ih­rer WG-Küche am Li­mo­na­den-Re­zept ge­bas­telt. Eine Mi­schung aus Cold Brew Cof­fee und To­nic Wa­ter schmeck­te ih­nen am bes­ten. Was nach ei­nem sim­plen Pro­dukt klingt, muss vie­len Kri­te­ri­en stand­hal­ten: Ist es in­no­va­tiv ge­nug? Gibt es ei­nen Markt? Wie gut lässt sich es ska­lie­ren?

„Wir woll­ten schnell große Men­gen pro­du­zie­ren können, um rasch zu wach­sen“, er­in­nert sich Zim­mer­mann. Die Mar­ken­bil­dung ha­ben die Gründer des­halb zurück­ge­stellt. Zunächst ließen sie für sat­te 4000 Euro 2000 Getränke­do­sen pro­du­zie­ren und ver­schick­ten sie als Mus­ter an Händ­ler in ganz Deutsch­land. Zurück kam viel Lob fürs Pro­dukt, aber kein Geschäfts­ab­schluss. „Bis da­hin fehl­ten uns Zeit und Res­sour­cen für ei­nen pro­fes­sio­nel­len Mar­ken­auf­tritt“, resümiert Körner. Der Er­folg kam erst mit der Um­be­nen­nung von „Pla­ton“ in „Ma­d­monk“: „Mad steht für wach, Monk für die Ba­lan­ce des Getränks.“ Statt des Phi­lo­so­phen ziert nun ein un­kon­ven­tio­nel­ler Mönch die Dose, statt in de­zen­tem Weiß scheint die Dose in son­ni­gem Gelb. Dazu der kna­cki­ge Wer­be­spruch „Wach mal an­ders“. Al­les ha­ben die bei­den selbst ent­wi­ckelt.

„Der Lern­ef­fekt ei­nes Start-Ups ist enorm“, sagt Zim­mer­mann. Der 23-Jähri­ge ist für den Ma­jor „In­ter­na­tio­nal Busi­ness Ad­mi­nis­tra­ti­on & En­tre­pre­neurship“ ein­ge­schrie­ben, hat aber zunächst in Ame­ri­ka stu­diert: „Ich bin we­gen der Gründungs­freund­lich­keit an die Leu­pha­na ge­kom­men.“ So wur­de die Leu­pha­na be­reits drei­mal vom „Gründer­ra­dar“ des Stif­ter­ver­ban­des als gründungs­freund­lichs­te Hoch­schu­le aus­ge­zeich­net. Schon im­mer woll­te er ein Un­ter­neh­men auf­bau­en: „Man ist frei und un­abhängig.“ Den­noch müssen bei­de Op­fer brin­gen: „Wenn die an­de­ren Par­tys fei­ern, ar­bei­ten wir“, sagt Zim­mer­mann. Die bei­den ver­bin­det eine hohe Mo­ti­va­ti­on. Als sie sich in ei­nem Se­mi­nar ken­nen­lern­ten, ha­ben sie gleich ge­merkt, wie ähn­lich sie ti­cken. „Wir können aber ge­nau­so dis­ku­tie­ren. Das ist wich­tig, um Pro­ble­me zu er­ken­nen und zu lösen.“

Feed­back und Un­terstützung be­kom­men sie zu­dem von außen: Das Ele­va­tor-Pro­gramm der Wirt­schaftsförde­rung Lüne­burg un­terstützt die jun­gen Gründer. An der Leu­pha­na hat­ten bei­de ihr ers­tes Büro. Bei Pro­ble­men war der En­tre­pre­neurship Hub im Ko­ope­ra­ti­ons­ser­vice hilf­rei­cher An­sprech­part­ner. „Man wird an die Hand ge­nom­men, aber nicht zu fest“, sagt Körner. Beim „Start-Up-Weekend“ an der Leu­pha­na hörte Zim­mer­mann zum ers­ten Mal von Cold-Brew-Kaf­fee und stell­te fest, dass kein En­er­gy­drink auf natürli­cher Kaf­fee­ba­sis mit Koh­lensäure auf dem Markt exis­tiert: „Da ich selbst Kof­fe­in-Jun­kie bin, woll­te ich die­ses Pro­dukt ent­wi­ckeln.“ Zwi­schen der Idee und fer­ti­ger Dose ste­hen aber vie­le Hürden: „Etwa die Prüfung der Le­bens­mit­tel­si­cher­heit, das Fin­den ei­nes Abfüllers oder auch die recht­lich kor­rek­te Ge­stal­tung der Dose“, sagt Körner.

Bei­de Gründer ar­bei­te­ten an­fangs nur mit Ei­gen­ka­pi­tal und sind schul­den­frei. Dass ihr Pro­dukt zu Be­ginn des Jah­res in Lüne­burgs Su­permärk­ten ste­hen soll und später auch in Ham­burg ver­kauft wird, liegt auch an ei­nem In­ves­tor, den sie durch das „Busi­ness An­gel Netz­werk Nie­der­sach­sen“ ge­won­nen ha­ben. „Wir könn­ten uns kei­nen bes­se­ren In­ves­tor vor­stel­len. Er schenkt uns viel Ver­trau­en und steht uns stets mit gu­ten Rat­schlägen und Ex­per­ti­se zur Sei­te“, sa­gen die bei­den. Das Pro­gramm wird un­ter an­de­rem vom Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um gefördert und bringt jun­ge Un­ter­neh­men mit In­ves­to­ren aus der Re­gi­on zu­sam­men. Des­halb pla­nen bei­de Gründer wei­te­re Pro­duk­te, die wach ma­chen. Trotz des un­ter­neh­me­ri­schen Er­folgs wol­len sie aber nicht ohne Ba­che­lor-Ab­schluss von der Uni ge­hen. Der 27-jähri­ge Fe­lix Körner hat auch schon ein The­ma für sei­ne Ar­beit im Auge: Er möchte dar­in ei­nen Be­zug auf die Mar­ke­ting- Stra­te­gie von „Ma­d­monk“ neh­men.

Au­to­rin: Ma­ri­et­ta Hüls­mann

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